Twister, Shad & Jigheads

Alles was du über das Angeln mit Gummiködern wissen musst

Nicht viele Erfindungen im Bereich Angelzubehör revolutionieren die Art wie wir angeln wirklich grundlegend. Trotz der unzähligen „Neuheiten“ und super aktuellen Verbesserungen, die auch den deutschen Angelzubehörmarkt kontinuierlich überschwemmen, schafft es nur ein winziger Bruchteil neuen Geräts, einen wirklich dauerhaft spürbaren Einfluss auf die Anglergemeinde auszuüben. Gummiköder, oder besser Weichplastikköder, gehören seit den letzten 10 Jahren definitiv zu dieser seltenen Spezies der „game changer“.

Nun sind Gummiköder, bei aller Liebe, keine „Neuheit“. In Deutschland scheinen Köder aus Weichplastik seit etwa 30 Jahren erhältlich zu sein. Ihren wirklichen Siegeszug traten sie aber erst etwa seit der Jahrtausendwende an. In den Vereinigten Staaten wurden moderne PVC-Köder vor rund 65 Jahren erfunden, auch an australischen Küsten sah man die weichen Verführer bereits seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Doch es sollte auch da noch bis etwa Mitte der 1990er Jahre dauern, bis die breite Masse der Hobbyfischer das Fangpotenzial von Twister und Shad erkannte.

Kennt ihr noch diese sagenhaften ersten Live-Shopping-Versuche im deutschen Fernsehen? Irgendwann in den 90er Jahren versuchten amerikanische Frohnaturen im Nachtprogramm mit strahlend weißen Kauleisten und ziemlich eckigen Bewegungen den fantastischen, unglaublich fängigen „Flying Lure“ an den deutschen Angler zu bringen. In meinen Erinnerungen ist der „Flying Lure“ eines der ersten Live-Shopping-Produkte überhaupt, dass im hiesigen TV beworben wurde. Sensationell waren vor allem die Synchronsprecher. Bis heute interessiert mich ja brennend, welche wesensverändernden Substanzen es braucht, um solche Inhalte in diesem so typisch affektierten Tonfall zu sprechen. Dennoch muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich mehr als einmal drauf und dran war, zum Telefonhörer zu greifen und eines der immer knapper werdenden Köderpakete zu einem unschlagbaren Preis zu kaufen. Diese weichen Plastikbiester fingen einfach alles. Zumindest in den Einspieltrailern der Dauerwerbesendungen. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt noch kein aktiver Angler. Oder sollte ich sagen „zum Glück“…? Zurück zum Thema. Also etwa um diese Zeit begann tatsächlich der Siegeszug der Weichplastikköder in heimischen Gewässern. Es folgte ein regelrechter „Gummi-Rausch“, so dass so mancher Angler sich fast schämte, wenn er mit Metall, Holz oder Hartplastik an der Leine gesehen wurde. Heutzutage ist dieser Hype wieder etwas abgeklungen, aber wir deutschen Spinnfischer sind uns nun hundertprozentig bewusst, welches Potenzial in Gummiködern steckt und deswegen gehören die „Gummis“ mittlerweile zur Standardausrüstung der meisten Kunstköderangler.

Zum „Weichei“ werden

Für alle, die bisher keine Erfahrungen mit Gummiködern haben: Der Hauptgrund warum Weichplastikköder so effektiv sind und das für eine große Bandbreite unterschiedlicher Fischarten, ist die Flexibilität des Materials aus dem sie gegossen werden. In der Vergangenheit war PVC der Hauptbestandteil dieser Köder, heutzutage kommt auch umweltfreundlicheres Silikon zum Einsatz. Diese Materialien haben die Eigenschaft, sich schlängeln, wackeln und wobbeln zu können, kurz, sich wie lebende Kreaturen im Wasser zu bewegen. In erfahrenen Händen zählen diese Köder zu den tödlichsten aller Kunstköder, die vor allem vergleichsweise wenig Köderführung durch den Angler benötigen. Aufgrund ihrer weichen Textur sind Bisse auf Gummiköder vermutlich auch intensiver als auf ein Stück „lebloses“ hartes Metall, Holz oder Hartplastik. Zudem ermöglichen die Materialeigenschaften Köderherstellern, nahezu jede beliebige Form und Größe herzustellen. So gibt es heute eine überwältigende Anzahl an Gummiködern, die auf die Beuteschemata jeder nur denkbaren Fischart angepasst sind.

Abgesehen davon, dass es Gummiköder in unzähligen Formen gibt, könnt ihr diese auch in beliebiger Art und Weise führen. Es gibt prinzipiell keine Köderführung, die für Gummiköder nicht geeignet wäre. Du kannst also sowohl den Köder als auch dessen Führung perfekt auf deinen Zielfisch abstimmen.

Als weiteren Vorteil der Weichplastikteile empfinde ich, dass sie in der Regel ohne zusätzliche Kleinteile oder Montagen erhältlich sind. Du kaufst sie ohne Haken und Ösen. Um den Gummiköder zum Einsatz zu bringen, verwendest du in der Regel so genannte Jigheads. Das sind im Wesentlichen Haken, die mit einem kleinen Bleigewicht versehen sind. Du wirst es schon befürchten, es gibt natürlich auch unzählige Jighead-Varianten zu kaufen. Das kann in Kombination mit der verfügbaren Gummiköderauswahl schnell für Verwirrung sorgen. Wenn du dich aber an ein paar einfache Auswahlregeln hältst, kannst du nicht viel falsch machen.

Der Jighead

Was bei uns in Deutschland landläufig als Jig, Jighead, Jigkopf oder Bleikopf bekannt ist, ist im Grunde ein Haken, an den ein kleines Bleigewicht angegossen wurde, um dem Köder mehr Gewicht zu verleihen. Der Gummiköder wird am Jighead befestig und zusammen bilden beide Einzelteile den kompletten Köder.

Jighead Kugelkopf
Jighead Kugelkopf

Es gab eine Zeit, da konnte man guten Gewissens sagen, ein Jighead ist ein Haken mit einer Bleigkugel. Ganz so einfach ist es heutzutage nicht mehr. Es existieren zahlreiche Alternativen am Markt, die die Fischfanghorizonte eines jeden Anglers erweitern. Bekannt sind unter anderen bananeförmige Köpfe, Fischkopf-Köpfe, Football-Bleiköpfe, längliche Formen, Kegelformen und dergleichen viele mehr. Diese unterschiedlichen Formen ermöglichen unterschiedliche Köderpräsentationen. Doch bevor wir hierzu tiefer einsteigen, schauen wir zunächst auf essenzielle Auswahlkriterien für den „richtigen“ Bleikopf.

Am allerwichtigsten ist es, Größe und Masse des Jigheads sowohl entsprechend der Gummiködergröße als auch entsprechend des Gewässers, das du befischen möchtest, anzupassen. Die Hakengröße wiederum richtet sich ebenso nach der Ködergröße und der Fischart, die du jagen möchtest. In der Regel soll der Haken in etwa in der Mitte des Köders wieder austreten. Wie bei jeder Hakenauswahl gilt es natürlich auch auf die Drahtstärke zu achten, je nach Maulgröße und Kraft der anvisierten Fischart.

Man kann wohl darüber diskutieren, ob das Gewicht des Bleikopfs das wichtigste Auswahlkriterium darstellt. Als Grundregel gilt, verwende das leichtest mögliche Gewicht. Zu schwere Bleiköpfe lassen den Köder wie einen Stein zu Boden sinken und behindern die subtilen Bewegungen der Weichplastik. Wenn du dich stets an diese Regel hältst und gerade genug Gewicht, gleich in welchem Gummiköderszenario, wählst, wird sich deine Bissrate merklich erhöhen.
2 Jighaken mit Kugelkopf
Nun gilt bekanntlich „keine Regel ohne Ausnahme“. Über die obige Grundregel hinaus gibt es natürlich Situationen, in denen es weitere Bedingungen in Betracht zu ziehen gilt. Extragewicht für größere Wurfweiten oder um den Köder auch in starker Strömung tief sinken zu lassen kann durchaus manches Mal erforderlich werden. Unter solchen Umständen gilt die zweite Faustregel: Beachte zunächst, wo du den Köder präsentieren möchtest, bevor du dich darum kümmerst wie du ihn präsentierst. Auch die perfekt ausgewählte und montierte Gummifisch-Bleikopf-Kombination wird keinen Fisch fangen, wenn sie ihn nicht erreicht.

Ich hatte bereits angedeutet, dass es hunderte Bleikopfformen neben der Standard-Kugelform gibt. Die meisten davon eignen sich für sehr spezielle Nischeneinsätze. Aber es lohnt sich durchaus, sich ein paar der verschiedenen Ausführungen näher anzuschauen, die deine Gummiköder-Angelei noch verbessern könnten.

Einige besonders nützliche alternative Formen sind der kegelförmige Kopf, Jighaken mit verstecktem Gewicht und Wurmhaken. Kegelförmige Jigköpfe ähneln den Kugelköpfen ziemlich, nur dass sie eben konisch verlaufen. Das ermöglicht ein schnelleres Absinken des Köders und lässt den Köder in einem Winkel mit jeder Bewegung der Rutenspitze vom Boden abheben anstatt ihn nur in gerader Linie zu bewegen, wie es bei Rundköpfen der Fall wäre. Kegelköpfe eignen sich daher für schnelleres Einholen oder leicht reizbare Räuber.

Bei Jigheads mit verstecktem Gewicht findest du das Bleigewicht nicht am vorderen Ende des Köders sondern stattdessen wurde das Blei um den Hakenschenkel herum gegossen. Dadurch wird der Köder ausbalanciert und ermöglicht einen natürlicheres senkrechtes Absinkverhalten für eine viel raffiniertere Köderführung – um durch passives Einholen einen tödlich verwundeten, langsam sinkenden Beutefisch zu imitieren, dem auch sehr wählerische Fische nicht widerstehen können.

„Wurmhaken“ sind gar keine richtigen Jigheads sondern vielmehr Einzelhaken, die speziell für die Monate von Gummiködern designt wurden. Wenn der Köder richtig montiert wurde, liegt die Hakenspitze des „Wurmhakens“ flach am Rücken des Köders an. Damit kannst du den Köder durch dichtes Kraut oder schwieriges Unterwassergelände führen und vermeidest viele Hänger.

Neben Größe und Form des Bleikopfes bestimmt auch die Position der Öse für die Schnurbefestigung das Verhalten des Köders. Zum Glück gehen Kopfform und Ösenposition fast immer miteinander einher. Es gibt aber auch neuere Jigkopfmodelle, die dieser Aussage widersprechen, womit eine weitere Auswahldimension eingeführt wird. Mit geübtem Auge lassen sich drei Ösenpositionen unterscheiden: Frontposition, Standardposition, zentrierte Position. Wie sich die Position der Befestigungsöse auf die Köderposition auswirkt, kannst du testen, in dem du eine Büroklammer, eine Schnur oder einen Karabiner daran befestigst und den Haken frei hängen lässt. Die Position des Hakens entspricht dann in etwa der Position des Köders auf dem Gewässergrund.

Ein Haken mit Frontösen hängt dabei fast senkrecht. Das tut er auch dann noch, wenn die Schnur annähernd waagerecht geführt wird, wie das bei großen Wurfweiten der Fall ist. Der logische Schluss lautet, Bleiköpfe mit Frontösen eignen sich besonders für große Wurfweiten. Mit ihnen hüpft der Köder auch bei fast waagerechter Schnurführung vom Grund hoch.

Bleiköpfhaken mit Standardösen hängen schräg, da sie kurz über ihrem Schwerpunkt befestigt sind. Diese Ösenposition findet sich in der Regel bei stromlinienförmigen Kopfformen. Diese Befestigungsposition ist also häufig an Jighaken zu finden, die für’s Schleppangeln oder das Fischen in starker Strömung generell gedacht sind.

Jigköpfe mit zentrierten Ösen hängen hingegen fast waagerecht, denn ihre Aufhängung befindet sich genau über dem Hakenschwerpunkt. Sie sind zum Beispiel für die Angelei in größeren Wassertiefen oder ebenso bei stärkerer Strömung geeignet. Aufgrund der waagerechten Hakenposition eignen sich Jigheads mit zentriert befestigten Ösen besonders für das Vertikalangeln.

Ob Gummiköder-Anfänger oder Weichplastik-Profi, wenn du mit den wabbeligen Ködern auf die Fischwaid gehst, lohnt es sich immer, eine ausreichend große Auswahl verschiedener Jigheads unterschiedlicher Größen und Formen mitzunehmen. Dadurch kannst du am Wasser experimentieren und verschiedene Köder mit verschiedenen Bleiköpfen testen, bis du die fängigste  Kombination für die jeweiligen Bedingungen und Zielfische gefunden hast.

Gummiköderarten

Wie erwähnt gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Gummiköderarten, -herstellern und -formen. Und die meisten von ihnen werden vermutlich Fische fangen. Allerdings dienen unterschiedliche Arten unterschiedlichen Einsatzzwecken, daher ist es vorteilhaft, die Grundarten von Gummiködern und deren Einsatzzwecke zu kennen.

Die sogenannten Stickbaits sind wohl die Allrounder unter den Gummiködern. Wie der Name schon vermuten lässt, sind Stickbaits nichts anderes als lange, schmale Weichplastikwalzen, die schlanke Beutefische wie kleine Aale, Sardinen, Elritzen oder Jungfische generell imitieren. Sieht wirklich nicht nach viel aus, so ein Stickbait. Doch wenn er richtig auf einen passenden Jigkopf aufgezogen wurde, verhalten diese Köder sich tatsächlich wie kleine, verängstigte Fischlein, denen fast kein Räuber widerstehen kann.

Action Shad Silber
Action Shad

Etwas größere Beutefische imitiert die nächste Hauptform der Gummiköder, die „wahren“ Gummifische oder „Shads“. Sie verfügen über einen wesentlich deutlicher herausgearbeiteten Fischkörper und einen paddel- oder schaufelartigen Schwanz. Dieser Paddelschwanz versetzt den Shad in aufregende Bewegungen, wenn er langsam durch das Wasser gezogen wird. Die Form des Schwanzes bestimmt dabei ähnlich der Tauschschaufel des Wobblers die Intensität der Bewegung. Fast senkrecht abfallende Paddelschwänze sorgen für besonders heftige Bewegungen während flacher angestellte Paddelschwänze weniger Hektik verursachen und dadurch zum Beispiel für schnellere Strömungen ideal sind.

No Action Shad grün
No Action Shad

Gummifische ohne Schaufelschwanz, die am Ende einfach spitz zulaufen oder einen gegabelten Schwanz aufweisen, werden No-Action-Shads genannt. Dem Namen entsprechend liefern sie bei vergleichbarer Führung deutlich weniger Aktion als ihre Paddelbrüder. Das kann in manchen Situation durchaus von Vorteil sein, etwa in kälteren Jahreszeiten oder beim Eisangeln, wenn niedrige Wassertemperaturen die Unterwasserjäger zum Hauhalten mit ihrer Energie zwingen. Ein lebhafter Action-Shad kann da eher abschreckend wirken, denn kein Fisch kann es sich unter solchen Bedingungen leisten, Energie für einen Fang aufzuwenden, der vielleicht zu wendig für ihn selbst ist. Abgesehen davon könnten hyperaktive Gummis in solch einer Umwelt auch grundsätzlich für Misstrauen sorgen.

Eine eher seltsame Mischung aus Wurm-, Maden- oder Larvengestalt mit auffallend großen sichelförmigen Ringelschwänzen haben bei uns vielleicht den bisher größten Einfluss auf die Kunstköderfischerei ausgeübt. Diese Köderart ist weithin als Twister bekannt. Es gibt ihn von zahlreichen Herstellern wiederum in zahlreichen Ausführungen und Farben. Einige haben einen Doppelschwanz, andere sogar noch mehr Enden. Warum auch immer, aber Twister sind sehr effektiv für eine überraschend große Artenanzahl, wenn sie über den Gewässergrund hüpfen.

Neben diesen drei Grundformen gibt es jede Menge weitere, teils bizarr anmutende Gummiköder, die Garnelen, Tintenfische, Krebse und sonstiges Getier nachahmen. Dabei handelt es sich eher um Nischenlösungen, die aber jederzeit einen Versuch wert sein können.

Gummifisch auf JighakenHast du den richtigen Jighead gewählt und einen Gummiköder, der perfekt zum erwarteten Angelszenario passt, lautet der nächste Schritt, die beiden Einzelteile zusammenzuführen und so den vollständigen Köder herzustellen. Das ist nicht allzu schwer, aber es ist essenziell, dass du den Köder sorgfältig aufziehst, so dass er nicht geknickt oder gestaucht wird auf dem Haken und in gerade Linie schwimmen kann.

Beginne damit, den Köder am Hakenschenkel abzumessen um den exakten Austrittspunkt der Hakenspitze aus dem Rücken des Köders zu bestimmen. Ein kleiner Trick ist, die Austrittsstelle mit der Hakenspitze im Köder zu markieren, um diese beim Auffädeln gezielt ansteuern zu können. Jetzt kannst du mit dem Aufziehen beginnen. Führe den Haken in den Kopf des Köders ein, so nah wie möglich in den exakten Mittelpunkt des Kopfes. Fädel den Köder langsam und sorgfältig auf den Jighaken auf und achte dabei darauf, dass der Haken so mittig wie möglich durch den Kunststoff geführt wird. Erreicht die Hakenspitze den markierten Austrittspunkt, drücke den Haken durch den Köderrücken hinaus und achte auch dabei weiter darauf, mittig im Köderkörper zu bleiben. Nun folgt ein letzter kleiner Drücker, um sicher zu stellen, dass der Köderkopf press am Bleikopf anliegt – fertig.

Generell solltest du darauf achten, dass der Gummifisch, Twister oder Stickbait gerade und akkurat auf dem Bleikopfhaken sitzt und dadurch exakt ausbalanciert ist. Sollte das nicht der Fall sein, beginne lieber noch einmal von vorn. Bist du mit deinem Werk zufrieden, dann lasse den Köder im Wasser zu deinen Füßen einmal ein paar Testrunden schwimmen. Läuft er geradeaus und dreht sich nicht auf eine Seite, dann ist er perfekt montiert und einsatzbereit.

Los geht’s!

Der Variantenreichtum an Gummiködern und Jigköpfen lässt natürlich auch die verschiedensten Köderführungsmethoden zu. Es gibt nicht „die“ ideale Methode, vielmehr ist intelligentes Probieren angesagt. Für mich übrigens ein Grund, wieso ich das Spinnfischen mit Weichplastik richtig spannend finde. Ganz allgemein kann aber gesagt werden, dass Gummiköder vergleichsweise wenig Aktion vom Angler benötigen. Häufig arbeiten sie am besten bei langsamen Einholbewegungen. Nach dem Auswerfen lässt du den Köder beispielsweise bis auf den Grund absinken. Bereits in dieser Phase geschehen häufig Bisse, die sich aufgrund der losen Schnur nur kaum bemerkbar machen. Es gilt, die Schnur permanent im Auge zu behalten und auf seltsame Straffung oder Seitwärtsbewegungen nach einigen Millisekunden mit einem Anhieb zu reagieren. Kurz nach Erreichen des Grundes kannst du den Köder mit zwei leichten Aufwärtsbewegungen der Rutenspitze vom Boden abheben lassen. Im Anschluss lässt du ihn wieder auf den Grund aufsetzen, vielleicht lässt du ihn ein paar Augenblicke dort verharren. Nun startest du das gleiche Muster erneut und holst nach jedem Anhub der Rute etwas Schnur ein – gerade so, dass die Schnur straff gespannt wird aber noch genügend Schnur übrig bleibt, damit der Köder wieder bis auf den Grund sinken kann. Auf diese Weise bewegst du den Köder langsam über den Boden hüpfend in deine Richtung.

Natürlich eignet sich diese Standardmethode der Köderführung nicht für alle Begebenheiten. Aber genau hier wird die Vielfältigkeit der weichen Plastikverführer deutlich. Man kann sie geschickt schrittweise einholen, ganz einfach in der Strömung treiben lassen oder gar zum Schleppen einsetzen. Zeigt mir einen anderen Köder, mit dem das alles ebenso möglich ist. Was hältst du von Gummifisch & Co.? Schreib deine Erfahrungen hier ins Kommentarfeld und lass uns und andere wissen, welche Tipps & Tricks du rund um das Thema Twister, Shad und Jighead auf Lager hast.

Petri Heil!

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